Niedersächsische Beratungsstelle
für Sinti und Roma e.V.

Niedersächsische Beratungsstelle
für Sinti und Roma e.V.

Herzlich willkommen bei der Niedersächsischen
Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V.

Seit über 40 Jahren setzen wir uns engagiert für die Rechte, Anliegen und die kulturelle Vielfalt von Sinti und Roma in ganz Niedersachsen ein. Gegründet im Jahr 1983 und institutionell gefördert vom niedersächsischen Sozialministerium, stehen wir Ihnen mit einem erfahrenen Team aus Kultur- und Sozialberatern, Juristinnen, Juristen und weiteren Experten als vertrauensvolle Anlaufstelle zur Seite.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Beratung und Unterstützung
    Wir bieten individuelle und vertrauliche Beratung für Sinti und Roma zu Themen wie Integration, Bildung, sozialer Teilhabe, Diskriminierung, rechtlichen Fragen – bis hin zur Existenzgründungsberatung. Dabei arbeiten wir eng mit erfahrenen Beraterinnen und Beratern aus den Communities sowie fachlichen Expertinnen und Experten zusammen.
  • Antidiskriminierung
    Diskriminierung und Rassismus gegenüber Sinti und Roma begegnen wir konsequent. Auf unserer Webseite können Sie Diskriminierungsfälle melden und bei Bedarf unser Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Rechte zu wahren und stärken so Ihre Selbstbestimmung.
  • Bildungsarbeit
    Wir fördern Bildungsangebote und wollen das öffentliche Bewusstsein für die Geschichte, Kultur und aktuelle Lebenssituation von Sinti und Roma in Niedersachsen, Deutschland und Europa stärken. Für Fragen und Kooperationen wenden Sie sich gern an unsere Bildungsreferentin vom nds. Verband der deutschen Sinti e.V., Frau Jill Strüber (jill.strueber@sinti-verband-niedersachsen.de).
  • Vernetzung
    Unser langjähriges, über 40 Jahre gewachsenes Netzwerk verbindet zahlreiche Akteure von kommunaler bis auf EU-Ebene. Durch die intensive Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, Behörden, Schulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen setzen wir uns gemeinsam für bessere Lebensbedingungen von Sinti und Roma ein.
  • Kulturelle Arbeit
    Die Bewahrung und Förderung der Kultur und Identität von Sinti und Roma sind uns ein großes Anliegen. Wir unterstützen externe Bildungs- und Kulturveranstaltungen durch Vorträge und Referate. Unsere erfahrenen Referentinnen und Referenten stehen Ihnen gern als Diskussionspartner zur Verfügung. Für weitere Informationen oder Fragen erreichen Sie uns telefonisch im Sekretariat oder per E-Mail. Wir freuen uns darauf, Sie zu unterstützen!

Unsere Ziele:

Die Niedersächsische Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. fungiert seit 1984 als Community-basierte Beratungsstelle und Interessenvertretung. Von der Beratungsstelle angeboten werden Einzelfallberatungen für Sinti und Roma im sozialen und rechtlichen Bereich.

Das Ziel ist dabei die Verbesserung der sozialen Lage, die Durchsetzung rechtlicher Ansprüche und der Abbau von Diskriminierungen. Die Arbeit besteht dabei insbesondere in der Mittlerfunktion zwischen Betroffenen und Behörden und Institutionen.

Die Beratungsstelle für Sinti und Roma e.v. berät Sie zu unterschiedlichen Themen und Bereichen. Das Team arbeitet dabei eng mit anderen Institutionen und Behörden zusammen.

Um die Situation der Sinti und Roma in Niedersachsen dabei ganzheitlich zu verbessern, setzen wir uns daher für ein vielfältiges und respektvolles Miteinander ein! Wir sprechen uns dabei klar gegen jegliches rassistisches oder diskriminierendes Verhalten aus!

Mit Haltung gegen Antiziganismus in Verwaltung und kommunaler Praxis

Mit dem Bildungsprojekt „Mit Haltung gegen Antiziganismus in Verwaltung und kommunaler Praxis“ setzt der Niedersächsische Verband Deutscher Sinti e.V. ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Ziel des Projekts ist es, Mitarbeitende in Verwaltungen, kommunalen Einrichtungen und öffentlichen Institutionen für die Geschichte, Lebensrealitäten und Rechte von Sinti und Roma zu sensibilisieren und eine diskriminierungsfreie, respektvolle Verwaltungspraxis zu fördern.

Demokratie Leben

Nach einer erfolgreichen Pilotphase ab Anfang 2024 wird das Projekt auch künftig fortgeführt. In Kooperation mit dem Institut der Didaktik der Demokratie und dem Institut für Bildung, Forschung, Qualifizierung gGmbH, gefördert durch das Bundesprogramm Demokratie leben!, konnte das Programm im zweiten Halbjahr 2025 nach intensiver Überarbeitung und Aktualisierung fortgesetzt werden.

Im August und September fand in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Sozialdienst Hannover (KSD) ein dreitägiger Workshop in der Gedenkstätte Ahlem statt. Unser Dozierendenteam wurde dabei von dem Neurowissenschaftler Jakob Arnold fachlich unterstützt. Herr Arnold wird künftig dem interdisziplinären Wissenschaftsteam des Niedersächsischen Verbandes Deutscher Sinti e.V. angehören und das Projekt mit seiner Expertise weiter begleiten.

Im Anschluss nahmen die Mitarbeitenden der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung am Programm teil, und zum Jahresende wird die Zentrale Polizeidirektion Hannover ebenfalls an einem Workshop in der Gedenkstätte Ahlem mitwirken.

Die Niedersächsische Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. begleitet das Bildungsprojekt fachlich und inhaltlich. Aus über 40 Jahren Beratungsarbeit fließen anonymisierte Fallbeispiele in die Seminare ein. Diese dienen als praxisnahe Anschauungsmaterialien und veranschaulichen, wie subtil und strukturell Diskriminierung in institutionellen Kontexten auftreten kann.

Ein wesentliches Ergebnis der bisherigen Projektarbeit ist die Entwicklung eines kompletten modularen Bildungsprogramms, das aus der Community selbst erarbeitet wurde. Es vereint historische, gesellschaftliche und psychologische Perspektiven und bietet eine nachhaltige Grundlage für die Bildungsarbeit gegen Antiziganismus in Niedersachsen. Ein zentraler Bestandteil dieses communitybasierten Bildungsprogramms ist das vom Präsidenten des Niedersächsischen Verbandes Deutscher Sinti e.V. entwickelte Modell der Z-Projektion. Dieses Analyseinstrument dient der Identifikation und Dekonstruktion von Diskriminierung gegenüber Sinti wie auch Roma und versteht sich als wissenschaftlich fundierte Ergänzung zum Begriff des Antiziganismus. Das Modell wurde im September dieses Jahres erstmals wissenschaftlich evaluiert und hat sich als innovatives Werkzeug in der Bildungsarbeit bewährt.

Mit dem Projekt möchten wir langfristig dazu beitragen, Wissen, Haltung und Verantwortungsbewusstsein in Verwaltung und Zivilgesellschaft zu stärken – für ein Niedersachsen, das sich aktiv gegen Antiziganismus und für eine offene, solidarische Gesellschaft einsetzt.

Kontakt und Teilnahme
Interessierte Institutionen, die an diesem Bildungsprogramm teilnehmen möchten, können sich gerne an die Niedersächsische Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. wenden. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail unter info@sinti-verband-niedersachsen.de oder direkt unsere Bildungsreferentin Jill Strüber unter jill.strueber@sinti-verband-niedersachsen.de.

Siro 3.0 Runder Tisch

Historischer Start der Auftktveranstltung des Runden Tisches SiRo 3.0 in Hannover. Am 19. August 2025 fand im Neuen Rathaus Hannover ein Ereignis statt, das nicht nur für die Sinti- und Roma-Communities in Niedersachsen, sondern auch weit darüber hinaus von großer politischer und historischer Bedeutung ist: Die feierliche Eröffnung des „Runden Tisches – SiRo 3.0“.

Einen ausführlichen Nachbericht zu der Veranstaltung finden Sie hier: https://sinti-niedersachsen.de/berichte-2025/eroeffnung-des-runden-tisches-siro-3-0-im-neuen-rathaus-hannover/

Nachruf auf Rita Süssmuth

Eine verlässliche Verbündete, eine große Demokratin, eine Freundin unserer Community

Mit großer Trauer und tiefem Respekt nehmen wir Abschied von Prof. Dr. Rita Süssmuth, einer herausragenden Demokratin, engagierten Bürgerrechtlerin und langjährigen Wegbegleiterin der Sinti- und Roma-Communities in Deutschland – insbesondere auch hier in Niedersachsen.

Rita Süssmuth hat sich über Jahrzehnte hinweg konsequent für gesellschaftliche Teilhabe, Minderheitenrechte und eine offene, solidarische Demokratie eingesetzt. Ihr politisches Wirken war geprägt von der festen Überzeugung, dass eine demokratische Gesellschaft nur dann glaubwürdig ist, wenn sie die Perspektiven derjenigen ernst nimmt, die historisch ausgegrenzt wurden. Für Sinti und Roma bedeutete dies vor allem: Sichtbarkeit schaffen, Anerkennung einfordern und struktureller Diskriminierung in allen Lebensbereichen entschieden entgegentreten.

Besondere Bedeutung gewann ihr Engagement auch durch ihre Rolle als Präsidentin des Deutschen Bundestages (1988–1998). In diesem höchsten parlamentarischen Amt unseres Landes stand sie nicht nur für demokratische Stabilität und politische Kultur, sondern nutzte ihre Position bewusst, um Fragen von Minderheitenrechten, historischer Verantwortung und gesellschaftlicher Teilhabe sichtbar zu machen. Sie verstand parlamentarische Repräsentation nie als bloße Formalität, sondern als Auftrag, auch denjenigen eine Stimme zu geben, die im politischen Diskurs lange überhört wurden. Gerade für die Sinti- und Roma-Communities war diese Haltung von unschätzbarer Bedeutung.

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Sie gehörte zu den politischen Persönlichkeiten, die früh verstanden haben, dass die Anerkennung des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Roma nicht allein eine historische Frage ist, sondern eine Frage von Gegenwart, Würde und politischer Verantwortung. Immer wieder setzte sie sich öffentlich dafür ein, dass das Leid der Überlebenden und ihrer Familien nicht relativiert oder marginalisiert wird, sondern gleichwertig anerkannt wird. Ihr Engagement reichte dabei weit über symbolische Gesten hinaus – sie unterstützte konkrete politische Initiativen, förderte institutionelle Strukturen und stärkte die Selbstorganisationen der Communities.

Für den Niedersächsischen Verband deutscher Sinti e.V. war Rita Süssmuth jedoch weit mehr als eine politische Unterstützerin. Sie war eine persönliche Verbündete, eine vertraute Ansprechpartnerin und eine Freundin unserer Community. Besonders eng war ihr Verhältnis zu Manfred Böhmer, dem damaligen Vorsitzenden des Verbandes und Geschäftsführer der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. Zwischen beiden entwickelte sich über viele Jahre hinweg ein intensiver persönlicher Austausch. Gespräche fanden nicht nur in politischen Kontexten statt – sie telefonierten abends von zu Hause, aus dem Krankenhaus, aus dem politischen Alltag heraus. Rita Süssmuth nahm sich Zeit, hörte zu, fragte nach und blieb verlässlich an unserer Seite. Diese menschliche Nähe hat unsere Arbeit nachhaltig geprägt.

Nach der Gründung der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. im Jahr 1983 setzte sie sich maßgeblich dafür ein, dass diese Einrichtung langfristig in die Trägerschaft des Verbandes – also der Community selbst – übergeht und institutionell abgesichert wird. Ihr war wichtig, dass Unterstützung nicht von außen organisiert wird, sondern aus der Community heraus wachsen kann. Dieses Prinzip der Selbstorganisation prägt unsere Arbeit bis heute.

Auch in erinnerungspolitischen Fragen zeigte sie außergewöhnliches Engagement. Bei der Gedenkveranstaltung des Verbandes zum 50. Jahrestag der Auflösung des sogenannten „Zigeunerfamilienlagers“ in Auschwitz 1994 hielt sie eine eindrucksvolle Rede, die vielen Angehörigen der Community bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Sie kämpfte entschieden für die gleichwertige Anerkennung des Völkermords an Sinti und Roma, schrieb das Vorwort für das Dokumentationsheft des Verbandes und legte gemeinsam mit Prof. Rolf Wernstedt einen Kranz zum Gedenken an die Opfer unserer Community nieder.

Auch bei der Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen im Jahr 2007 setzte sie sich dafür ein, dass erstmals die Perspektiven der Sinti und Roma sichtbar integriert werden und ein würdiger Ort des Gedenkens entsteht. Diese Anerkennung war für viele Angehörige unserer Community ein lange überfälliger Schritt.

Ein weiteres bedeutendes Kapitel ihres Engagements war die Unterstützung des Niedersächsischen Härtefonds, der von der Beratungsstelle initiiert wurde, um Überlebende des Völkermords zu unterstützen, die von bundesweiten Entschädigungsregelungen ausgeschlossen waren. Bereits am 15. Oktober 1991 führte sie hierzu Gespräche mit Manfred Böhmer und Siegfried Franz in ihrem Büro und setzte sich dafür ein, dass dieses Anliegen politisch umgesetzt wird. Für viele Betroffene bedeutete diese Initiative konkrete Hilfe – aber auch ein Stück späte Anerkennung.

Rita Süssmuth verstand politische Verantwortung stets auch als menschliche Verantwortung. Sie begegnete den Angehörigen unserer Community nicht distanziert, sondern auf Augenhöhe – mit Respekt, Empathie und echtem Interesse. Sie war eine Politikerin, die nicht nur sprach, sondern zuhörte. Nicht nur unterstützte, sondern begleitete.

Für viele Sinti und Roma in Niedersachsen bleibt sie deshalb eine Bürgerrechtsikone – eine Persönlichkeit, die sich dauerhaft, glaubwürdig und mit großem persönlichem Einsatz für unsere Belange eingesetzt hat.

Wir verlieren mit Rita Süssmuth eine wichtige politische Stimme, eine verlässliche Unterstützerin und eine geschätzte Freundin. Ihr Engagement wird in unserer Arbeit weiterleben – in der Erinnerungskultur, in der Bildungsarbeit, in der politischen Interessenvertretung und im fortwährenden Einsatz für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Angehörigen und allen, die ihr nahestanden.

Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.

Präsident des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V.

Mario Franz

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Nachruf auf Ricardo „Danni“ Weiß

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Ricardo „Danni“ Weiß, der am 22.10.2025 verstorben ist.
Mit ihm verlieren wir nicht nur ein langjähriges Vorstandsmitglied, sondern einen außergewöhnlichen Menschen, Künstler, Weggefährten und Freund – einen, der über Jahrzehnte hinweg unserer Kultur eine unverwechselbare Stimme gegeben hat.

Ricardo Weiß war über ein Jahrzehnt aktives Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V. und eine prägende Persönlichkeit in der Bürgerrechtsarbeit unserer Community.
Er war ein ruhiger, herzlicher Mensch – ein Mann mit starkem Charakter, klaren Werten und großem Verantwortungsbewusstsein. Ein Mann des Wortes, auf dessen Wort man sich verlassen konnte.

Er hatte Ideale und lebte sie – nicht laut, sondern echt.
Seine Zuverlässigkeit, seine Treue und seine tiefe Glaubensüberzeugung machten ihn zu einem Menschen, der Halt gab, wenn andere ihn suchten. Sein Glaube an Jesus Christus war für ihn Quelle von Kraft, Demut und innerer Ruhe.

Als Musiker und Gitarrist war Ricardo über fünf Jahrzehnte hinweg europaweit bekannt – eine echte Jazz-Ikone, die einen eigenen Stil geprägt und unsere Musikkultur weit über die Grenzen Deutschlands hinaus sichtbar gemacht hat. Er war Mitbegründer des Osnabrücker Kulturvereins Maro Dromm sui generis e.V., wo er jungen Menschen seine Liebe zur Musik, zur Kunst und zur Kultur der Sinti weitergab. Viele der heute aktiven Musiker unserer Community haben durch ihn Inspiration, Ausbildung und Bestärkung erfahren.

Ricardo Weiß war direkter Nachfahre von Überlebenden des Holocaust – beide Eltern wurden während des Zweiten Weltkriegs deportiert.
Als Angehöriger der ersten Nachkriegsgeneration war ihm bewusst, welche Verantwortung er trug: die Erinnerung zu bewahren und zugleich eine Zukunft aufzubauen, in der Würde, Gerechtigkeit und kulturelle Identität für uns Sinti selbstverständlich sind. Seine kulturelle Identität als Sinto war für ihn das Herzstück seines Lebens – sie zu leben, zu schützen und weiterzugeben war sein größtes Anliegen.

Ob krank oder älter geworden – Ricardo war immer da. Man konnte sich immer auf ihn verlassen, weil er zu dem stand, was er sagte.
Sein Einsatz für die Gemeinschaft war unermüdlich, sein Wort verlässlich, sein Handeln von Güte und Überzeugung getragen.
Mit seinem edelmütigen Charakter und seiner bescheidenen Stärke genoss er innerhalb der Sinti-Community in ganz Europa höchstes Ansehen.

Für Mario Franz, Präsident des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V., und Jonny Böhmer, stellvertretender Geschäftsführer der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V., war Ricardo nicht nur ein Kollege, sondern ein lebenslanger Freund und Weggefährte. Gemeinsam haben sie viele Etappen der Bürgerrechtsarbeit bestritten, diskutiert, gefeiert und getragen.

Ricardo „Danni“ Weiß war ein außergewöhnlicher Mensch – ein Künstler mit Herz, ein Kämpfer mit Haltung, ein Gläubiger mit Weitblick.
Er hat unsere Arbeit, unsere Kultur und unsere Herzen bereichert. Sein Vermächtnis wird bleiben – in seiner Musik, in seinem Wirken, und in der Erinnerung all jener, die das Glück hatten, ihn zu kennen.

Wir verneigen uns in Dankbarkeit, Respekt und tiefer Verbundenheit.
Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.

Im Namen des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V.
Mario Franz
(Präsident)

2024 Danny Weiss spielt anlässlich der Eintragung der Holocaustüberlebenden Agnes Laubinger

2024 Danny Weiss spielt anlässlich der Eintragung der Holocaustüberlebenden Agnes Laubinger ins Goldene Buch der Stadt Osnabrück im Osnabrücker Friedenssaal.

2024 Danny Weiss (rechts ) mit Vorstandsmitglied Manolito Steinbach

2024 Danny Weiss (rechts) mit Vorstandsmitglied Manolito Steinbach auf der Weihnachtsfeier der Beratungsstelle

2022 Danny Weiss mit Band auf dem Sinti Music Festival auf dem Osnabrücker Marktplatz

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Diskriminierung in denLebensbereichen:

  • Arbeitsleben
  • Alltagsgeschäfte
  • Bildung (Schulen, Einrichtungen)
  • Staatliches Handeln (Jobcenter, Behörden etc.)