30 Jahre - Nds.Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V.

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30 Jahre

NDS Verband Deutscher Sinti
30-Jahre Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V.

In den 70er Jahren entstanden erste lokale Vereine aus der Bürgerrechtsbewegung der Sinti.
Seit Beginn der 80er Jahre trafen sich Vertreter von Sinti Vereinen, der Kirchen und aus der Bürgerrechtsbewegung im niedersächsischen Sozialministerium und berieten über die Gründung eines Landesverbandes und einer Beratungsstelle.
1984 wurde der Niedersächsischen Verbands Deutscher Sinti e.V. als Interessenvertretung der niedersächsischen Sinti gegründet.
1988 übernahm der Nds. Verband Deutscher Sinti die Trägerschaft über die seit 1983 arbeitende und vom Land geförderte Beratungsstelle für Sinti und Roma und erhielt für diese die Zuwendungen vom Sozialministerium. Seit 2001 ist die Beratungsstelle ein eigenständiger geförderter Verein. Der Verband verfügt über keine eigenen Mittel.
Bisherige politische und soziale Arbeit der Beratungsstelle und des Landesverbands:
Unmittelbare Hilfe in allen sozialen Bereichen - Gegen Stigmatisierung und Diskriminierung - Auflösung der Ghettos (80er bis 90er Jahre) – Anerkennung und Aufarbeitung von NS-Unrecht – Evaluation und Durchsetzung von entschädigungsrechtlichen Ansprüchen.
Beispiele:

1994: Realisierung von großen Gedenkveranstaltung z.B. auf dem Gelände des KZ Bergen-Belsen am 7.08.1994, 50 Jahre nach der „Auflösung“ des sogenannten Zigeunerlagers im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und der damit verbundenen Ermordung der letzten noch im Lager sich befindenen mehr als 3000 Sinti und Roma. Auf der Veranstaltung redeten Herr Kultusminister Prof.. Wernstedt, Bundestagspräsidentin Rita Süsmuth, vom Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti Frau Bertha Weiß und Herr Oskar Böhmer. Anlässlich der Veranstaltung wurde die Broschüre „Ihre Stimmen haben zum Himmel geschrien“ mit einem Vorwort des damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder veröffentlicht. Im gleichen Jahr erhielt Bertha Weiß den Verdienstorden des Landes Niedersachsen am Bande durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Herrn Schmalstieg.

1990er Jahre: Durchführung eines großen Interviewprojekts mit Verfolgten des NS-Regimes in Kooperation mit der damaligen Landeszentrale für politische Bildung.

2003: Erarbeitung der Wanderausstellung „Aus Niedersachsen nach Auschwitz – die Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit“. Sie wurde mit Hilfe von Projektförderung der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten bis heute in fast allen niedersächsischen Kommunen gezeigt.
Seit einigen Jahren verschiebt sich der Tätigkeitsbereich des Landesverbands und der Beratungsstelle für Sinti und Roma aus dem Bereich entschädigungsrechtlicher Fragen hin zur Problematik von Schul- und Ausbildung.
2012 wurde als Datenbasis die „Studie zur Bildungsteilnahme und sozialen Situation der Sinti in Niedersachsen“ erarbeitet und dem Sozialministerium vorgestellt.

Forderungen für die Arbeit in Zukunft
Stärkung der kulturellen Identität über eine Förderung von kulturellen Begegnungsstätten der Vereine der Sinti vor Ort – Vernetzung der Einrichtungen mit lokalen Hilfsangeboten – Verbesserung von Hilfestrukturen über die Schaffung von Stellen für Sinti als Bildungsberater/-Mediatoren. Abschluss eines Staatsvertrags oder Rahmenvereinbarung mit dem Land.

 
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