Politik - Nds.Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V.

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Treffen mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Frau Claudia Roth

Am 29.10.2014 lud die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Filiz Polat, die Vereine der Sinti und Roma in Niedersachsen zu einem Treffen mit Frau Roth und Abgeordneten der Grünen in der Gedenkstätte Ahlem, anschließend gab es einen Empfang im niedersächsischen Landtag.
Es entstand eine lebhaften Diskussion, in der die unterschiedlichen Interessenlagen und Bedürfnisse von deutschen Sinti, deutschen Roma und zuwandernden Roma deutlich wurden. Von Sinti-Vertretern wurde auf die jahrunderte lange eigenständige kulturelle und sprachliche Entwicklung verwiesen. Andererseits gibt es selbstverständlich Gemeinsamkeiten, wenn z.B. antiziganistischen Anfeindungen und Benachteiligungen gemeinsam begegnet werden muss. Beide Völker möchten nicht unter der Fremdbezeichung „Zigeuner“ zusammengefasst werden.
Der Niedersächsische Verband Deutscher Sinti und die Beratungsstelle für Sinti und Roma haben ihre Positionen vorgestellt:
Um der Benachteiligung in Bildung- und Ausbildung, im sozialen Bereich und um Diskriminierungen  entgegen zu wirken, möchten wir:
Über einen Staatsvertrag oder eine Rahmenvereinbarung eine Anerkennung und Förderung der nationalen Minderheit der deutschen Sinti und deutschen Roma im Land Niedersachsen nach den Bestimmungen des Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten erreichen. Davon profitieren sollen auch lokale Vereine, insbesondere Begegnungsstätten. Die kulturelle Identität ist zu bewahren.
Inwieweit zugewanderte oder zuwandernde Gruppen von Roma in einem solchen Vertrag berücksichtigt werden müssen, ist zu verhandeln. Eine Zusammenarbeit könnte vertraglich geregelt werden, indem die unterschiedlichen Schwerpunkte der Arbeit benannt werden.
Die Abgeordneten wurden gebeten daraufhin zu wirken und unser Anliegen zu unterstützen, dass die 600 jährige Geschichte der deutschen Sinti und die der Roma, in den Schulbüchern dargestellt wird. Selbstverständlich muss die Verfolgungsgeschichte, insbesondere in der NS-Zeit gezeigt werden, aber auch die Zeit danach, die sogenannten „Wiedergutmachung“, die oft genug nicht glückte. Es reicht  auch nicht die Geschichte der Sinti und Roma nur auf ihre „Verfolgung“ einzuengen. Sie waren Jahrhunderte Teil der Gesellschaft.
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